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KanAm Immobilienfonds in der Krise – Ihre Ansprüche

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Bei der KanAm-Gruppe handelt es sich nach eigenen Angaben um eines der größten Emissionshäuser für Immobilienfonds in Deutschland. Verwirklicht wurden unter anderem Projekte in den USA. Hier handelt es sich teilweise um Megakomplexe, wie das American Dream Meadowlands, ein Einkaufszentrum und Unterhaltungspark. Durch mehrere Krisen kam es bei diesen Fonds allerdings zu erheblichen Schwierigkeiten.

Weiterhin kämpft die KanAm-Gruppe mit ihren offenen Immobilienfonds (KanAm Grundinvest und US-Grundinvest), da auch hier die finanziellen Mittel fehlen.

KanAm geschlossene Fonds: Fall Meadowlands

Das American Dream Meadowlands, vorher bekannt als Meadowlands Xanadu, befindet sich in New Jersey im Bau und soll das größte Shopping- und Freizeit-Center in den USA werden. Auch rund 5.700 deutsche Anleger haben sich mittels einer Anlage an KanAm-Fonds mit mehr als 300 Millionen Euro an der Realisierung des Milliarden-Projekts beteiligt. Das Freizeitcenter wurde schon seit 1996 geplant, konnte aber bis heute nicht vollständig fertiggestellt werden. Im Zuge der Finanzkrise geriet das Projekt in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten, sodass das finanzierende Bankenkonsortium unter Führung der Credit Suisse die Kredite im Sommer 2010 fällig stellte und somit die Kontrolle über Meadowlands Xanadu übernahm.

Zwischenzeitlich wurde für den Bau der Mall jedoch ein neuer Investor gefunden: Das kanadische Unternehmen Triple Five übernahm die Führung über das Projekt Meadowlands Xanadu, und änderte den Namen in American Dream Meadowlands. Die Eröffnung wurde daraufhin für Herbst 2013 angesetzt, doch auch dieses Datum wurde mehrmals nach hinten verschoben.

Die entsprechenden KanAm-Fonds mussten erhebliche Verluste erleiden und werden auch in Zukunft noch Rückschläge einstecken müssen. Die Anleger der Fonds werden wohl voraussichtlich keine Rückflüsse mehr erhalten. Anleger des KanAm USA XXII haben bislang Ausschüttungen in Höhe von 29% ausbezahlt bekommen, Anleger des KanAm USA Real Estate Partners I gingen bisher aber völlig leer aus, sodass ihnen nicht nur erhebliche Verluste drohen, sondern sogar der Totalverlust ihrer Einlage.

Anleger der Fonds müssen sich allerdings nicht mit den hohen Verlusten im Rahmen des Projekts abfinden, da sie vielfach Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater und Banken aus einer fehlerhaften Anlageberatung haben. Mit diesen Ansprüchen können sie im besten Fall ihr gesamtes investiertes Kapital zurückerhalten.

KanAm offene Fonds

Als Immobilien-Sondervermögen sind offene Immobilienfonds als Investmentfonds zu verstehen. Diese Fonds unterfallen dem Investmentgesetz, welches strenge Regeln darüber enthält, welche Vermögensgegenstände der Fonds erwerben darf. Gleichzeitig sind offene Immobilienfonds auch ein Wertpapier im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Der Vorteil einer Investition in offene Immobilienfonds wie dem KanAm US-Grundinvest oder dem KanAm Grundinvest ist, dass man sich schon mit geringem Mitteleinsatz indirekt an Immobilien beteiligen kann und damit in eine attraktive Assetklasse investiert. Diese Möglichkeit gibt es zwar auch bei geschlossenen Immobilienfonds. Im Unterschied zu offenen Immobilienfonds ist das Geld dort aber nicht flexibel und kann somit nicht jederzeit verfügbar gemacht werden. Eine Investition in offene Immobilienfonds lohnt sich also auch aufgrund der jederzeitigen Verfügbarkeit.

KanAm Grundinvest

KanAm Grundinvest wurde im November 2001 auf den Markt gebracht und legte seitdem einen wechselhaften Verlauf an den Tag. Wie viele andere Fonds hatte auch der KanAm Grundinvest mit der Liquidität zu kämpfen, was zur Schließung des Fonds führte.

Die erste Schließung ereignete sich rund sieben Jahre nach Eröffnung des Fonds im Jahr 2008, und hielt acht Monate lang an. Im Jahr 2009 konnten die Anleger erleichtert die Wiedereröffnung zur Kenntnis nehmen. Doch die Liquiditätsprobleme sollten sich wiederholen. Bereits ein Jahr später musste der Immobilienfonds KanAm Grundinvest erneut schließen.

Die maximale Schließungsdauer eines Fonds beträgt zwei Jahre. Im Fall des Fonds KanAm Grundinvest wurde nach Ablauf dieser Zeit entschieden, den Milliarden Euro schweren Immobilienfonds aufzulösen und endgültig abzuwickeln. Damit kommt es bei der KanAm-Gruppe zum wiederholten Mal zur Liquidation eines offenen Immobilienfonds: Bereits der Schwesterfonds KanAm US-Grundinvest wurde nach der Schließung wegen Liquiditätsproblemen nicht wiedereröffnet.

KanAm US-Grundinvest

Auch der Fonds KanAm US-Grundinvest endete in der Liquidation. Geschlossen wurde er bereits im Oktober 2008, wobei im Januar 2009 die Verlängerung der Aussetzung der Rücknahme der Anteile beschlossen wurde. Insgesamt wurde dieser Zeitraum bis Oktober 2010 verlängert, wobei in der Zwischenzeit einige Immobilien des KanAm US-Grundinvest verkauft werden konnten.

Jedoch reichte der erzielte Erlös nicht aus, die Rückgabebegehren der Anleger voll zu erfüllen. Es hätten mindestens 300 Mio. Dollar aufgebracht werden müssen – daher musste der Fonds abgewickelt werden.

Der KanAm US-Grundinvest war mitunter der erste offene Immobilienfonds, der nach seiner Schließungsphase nicht mehr für seine Anleger geöffnet hat, sondern seine ordnungsgemäße Abwicklung ankündigen musste. Für die Anleger stellte sich die Anlage als finanzielles Desaster dar, da viele von ihnen einen Großteil ihres Vermögens in den KanAm US-Grundinvest angelegt hatten. Von Beratern wurde der Fonds häufig als geeignete Altersvorsorge dargestellt, da das Geld dort sicher angelegt und auch jederzeit verfügbar sei. Diese Art von Beratung lässt allerdings wichtige Risiken aus und ist somit nicht ordnungsgemäß.

Falschberatung und rechtliche Möglichkeiten

Viele der bereits von uns vertretenen Anlegern wurden von ihren Beratern nur über die Vorzüge der Anlage an den Immobilienfonds aufgeklärt: die sichere Rendite, die jederzeitige Verfügbarkeit offener Fonds, etc. Kaum ein Anleger wusste aber über die Risiken der Fonds der KanAm-Gruppe Bescheid, da diese bei den Beratungsgesprächen häufig unter den Tisch gekehrt wurden.

Wie sich jedoch herausstellte, ist die Anlage alles andere als sicher, auch zur Altersvorsorge eignet sie sich nicht. Zudem war die Beratung oft lückenhaft: Seit 2007 weilte die Immobilienkrise über den USA, 2008 schloss sich die weltweite Finanzkrise an – Berater hätten schon damals besser über die Marktverhältnisse der Fonds und deren krisennahe Situation aufklären müssen.

Wurden Anleger der KanAm-Fonds also im beschriebenen Sinne nicht ordnungsgemäß beraten und über die Risiken der Anlage aufgeklärt, so können Schadensersatzansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung bestehen. Zusätzlich können solche Ansprüche auch darauf gestützt werden, dass den Anlegern häufig Kick-Backs verschwiegen wurden. Kick-Backs sind Rückvergütungen oder Provisionen, die die Banken und Berater von den Fondsgesellschaften für die Vermittlung ihrer Anlage erhalten. Wurden Anleger über diese Kick-Backs nicht aufgeklärt, führt dies ebenfalls zu einer Haftung auf Schadensersatz.

Außergerichtliche Vergleiche, Ombudsmannverfahren, Klage auf Schadensersatz

Geschädigte Anleger der KanAm-Fonds können zunächst versuchen, eine friedliche Einigung mit Banken und Beratern zu erreichen. Es kann hierbei ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen werden. Hierdurch bekommen Anleger zwar nicht ihren gesamten Schaden ersetzt, doch kann ein Großteil des eingezahlten Kapitals zurückerlangt werden.

Schließlich kann auch eine Schadensersatzklage erhoben werden, über welche das gesamte Kapital abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen erhalten werden kann.

Nicht rechtsschutzversicherten Anlegern bietet sich zudem die Möglichkeit, ein Ombudsmannverfahren einzuleiten. Hierdurch kann die Verjährung der Ansprüche gehemmt werden. Geschädigte Anleger der KanAm-Fonds sollten also schnellstmöglich handeln und ihre Ansprüche überprüfen lassen.

Verjährung

Die Verjährungsfrist in diesen Fällen beträgt 3 Jahre ab dem Kauf der Anteile. Wie bereits erläutert können Ansprüche aber oftmals auch noch nach diesen drei Jahren durchgesetzt werden, wenn nicht über Kick-Backs aufgeklärt wurde.

Lässt man die Verjährungsfrist jedoch verstreichen, so müssen Anleger auf ihrem Schaden sitzen bleiben, da diese Schadensersatzansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung nicht mehr durchgesetzt werden können. Anleger der KanAm-Fonds sollten also ihre Ansprüche überprüfen lassen, um die Verjährung noch zu hemmen.

Setzen Sie sich hierfür mit uns in Verbindung und nehmen Sie unser Beratungsangebot in Anspruch. Unsere erfahrene Kanzlei ist gern für Sie da.

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Dr. Ralf Stoll

Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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