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IMTECH zahlungsunfähig - Insolvenzverwalter prüft Insolvenzverschleppung

Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt hat derzeit genug zu tun: Die Klärung der "Sache IMTECH" dürfte sich als etwas kompliziert erweisen, zumal mit dem Anfangsverdacht einer möglichen Insolvenzverschleppung nun auch ein strafrechtlich relevanter Punkt in den Fokus rückt. Und wenn es auch nur eine Standard-Aufgabe des Insolvenzverwalters ist, so etwas zu prüfen. Die deutsche IMTECH-Tochter hatte am 6. August 2015 Insolvenz angemeldet. Bekannt geworden war IMTECH durch die Beteiligung als Baufirma am Berliner Hauptstadtflughafen BER.

Borchardt will eine mögliche Insolvenzverschleppung prüfen und wird gegebenenfalls auch die Verantwortlichen nennen. Dr. Ralf Stoll, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und im Aktienrecht versiert: "Seit 2013 wurden massiv Schulden ausgewiesen. Vielleicht hätte man die Zahlungsunfähigkeit schon vor 2 Jahren auf den Tisch bringen müssen, statt immer neue Kredite aufzunehmen." Die Aktie hat bislang über 90 % des Anfangswertes verloren. Eine ganz andere Baustelle macht das Insolvenz-Verwalten aktuell schwierig: Die Muttergesellschaft schuldet ihrer Tochter 21 Millionen Euro - und ist doch selbst zahlungsunfähig nach dem Rückzug eine holländischen Bank. Am Mittwoch wurde Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Mit diesen Millionen kann Borchardt also nicht rechnen. Etwas Hoffnung können Insolvenzverwalter, Mitarbeiter und Aktionäre aus der Tatsache schöpfen, dass auf allen 960 Baustellen der deutschen Tochter offensichtlich Tochter weiter gebaut wird. Nur wenn die Firma an sich gerettet werden kann besteht Hoffnung auf eine Wertsteigerung der Aktie, wenn nicht beutet das den Totalausfall. Für Aktien-Eigentümer ist das vorhanden Sein möglicher Verantwortlicher der einzige Strohhalm, der sich zur Schadensregulierung bietet. Im Rahmen einer Insolvenz haben Aktionäre keinerlei Hoffnung auf eine gute Quote der Insolvenztabelle. Dr. Stoll: "Lassen Sie Schadensersatzansprüche von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen."

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