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Invest
Bringt Risiken

HSC Optivita UK II – Hilfe für Anleger des Lebensversicherungsfonds

Klage gegen Sparkasse
Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen wird für eine Kunden einer südwestdeutschen Sparkasse eine Schadensersatzklage bei Gericht einreichen. Dem Anleger war vor Jahren von der Sparkasse der Lebensversicherungsfonds HSC Optivita UK II empfohlen worden. Da das Anlageberatungsgespräch nach Auffassung der Kanzlei schadensersatzauslösende Mängel aufwies, wird sich ein Gericht mit dieser Anlageberatung auseinandersetzen müssen.

Auch 2012 bringt keine Entwarnung für Anleger des Lebensversicherungsfonds HSC Optivita UK II. Die Ausschüttungen für das Jahr 2011 werden reduziert; die Anleger erhalten weniger als die Hälfte der versprochenen Ausschüttungen. Der Lebensversicherungsfonds HSC Optivita UK II GmbH & Co. KG wurde 2003 von der Hanseatische Sachwert Concept GmbH aufgelegt. Der Fonds verfügt über circa 4.000 britische Versicherungspolicen, welche auf dem Zweitmarkt aufgekauft wurden. Anleger brachten rund 72,2 Mio. Euro an Eigenkapital ein.

HSC Optivita UK II geriet bereite 2011 in Schwierigkeiten. Damals ging es um die Schlusszahlungen der gehaltenen britischen Lebensversicherungen. Diese wurden wegen der Finanzkrise deutlich vermindert, was dazu führte, dass die Kalkulation von HSC Optivita UK II nicht mehr aufging. Auch der Rückkaufswert der Versicherungen wurde wegen der Finanzkrise vermindert. Der Fonds geriet in finanzielle Schieflage.

Nun zeigt sich, dass bei HSC Optivita UK II die Folgen dieser Schwierigkeiten anscheinend noch nicht überwunden sind. Die Anleger mussten jüngst erfahren, dass die Ausschüttungen für 2011 deutlich geringer ausfallen werden als versprochen. Statt rund 33% bezogen auf das Einlagekapital sollen nun nur 16% ausgeschüttet werden. Damit wird die Ausschüttung mehr als halbiert!
Für Unmut bei den Anlegern von HSC Optivita UK II sorgt auch die hohe Vergütung des Geschäftsführers und die ebenfalls hohe Treuhand-Vergütung. Aus Sicht der Anleger sind diese hohen Vergütungen nicht gerechtfertigt, wenn gleichzeitig die Ausschüttungen für die Anleger drastisch reduziert werden.

In die Kritik geraten ist auch das Geschäftsmodell der Lebensversicherungfonds als solches. HSC Optivita UK II kauft auf dem Lebensversicherungen-Zweitmarkt Versicherungspolicen auf und übernimmt es, die Versicherungsbeiträge für den Versicherten zu bezahlen. Bei jeder dieser Policen erhält HSC Optivita UK II dann Geld, wenn der Versicherte verstirb. Pikant: Je früher der Versicherte stirbt, desto lukrativer war der Aufkauf der Police. Viele Menschen halten es für empörend, dass mit einem frühen Tod Geschäfte gemacht werden.

Anleger, die wegen der reduzierten Ausschüttungen und der generell dürftigen Entwicklung des Fonds mit dem Lebensversicherungsfonds HSC Optivita UK II unzufrieden sind, sollten erwägen, ihre Kapitalanlage rechtlich überprüfen zu lassen. In der Vergangenheit wurden bei der Anlageberatung von Banken oder Anlageberatern häufig Fehler begangen, die es den Anlegern erlauben können, sich von ihrer Fondsbeteiligung zu lösen und Schadensersatz von Banken oder Beratern zu erlangen. Auch kommt eine Prospekthaftung in Frage, wenn der Prospekt von HSC Optivita UK II nicht den Mindeststandards entspricht. Anleger von HSC Optivita UK II sollten daher nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, um ihre Fondsbeteiligung rechtlich überprüfen zu lassen.

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