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Hollandfonds

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In den vergangenen Jahren erfreuten sich Immobilienfonds, die in Objekte in den Niederlanden investierten, großer Beliebtheit bei Fondsanbietern und Anlegern. Dutzende Angebote verschiedener Emissionshäuser lenkten Anlegergelder in Millionenhöhe auf den niederländischen Immobilienmarkt, der geradezu goldenen Boden verhieß. Jetzt wird jedoch in der Presse berichtet, dass der dortige Immobilienmarkt überhitzt sei und dass gerade den von Hollandfonds bevorzugten Büro- und Gewerbeimmobilien schwere Zeiten bevorstehen.

Das Manager Magazin Online widmet sich unter dem Titel „Hollands Immobilienkrise trifft deutsche Anleger“ am 12.09.2012 der geplatzten Spekulationsblase in dem Nachbarland. Der Markt für Gewerbeimmobilien liegt nach einer jahrelangen Boomphase darnieder. Nach Angaben des Immobilienexperten Richard Holberton sei die Lage in den Niederlanden genauso ernst wie in Südeuropa und die Preise für Gewerbeimmobilien brechen auf breiter Front ein. Besonders betroffen sind Ballungszentren, in denen sich oft die Objekte von Hollandfonds befinden. Doch nicht nur bei den Gebäudepreisen warten auf Hollandfonds (und deren Anleger) Ungemach.

Mehr unvermietete Flächen und es drängen neue Immobilien auf den Markt

Die Leerstandsquoten bei Bürogebäuden steigen. Das Manager Magazin zitiert Rudolf Bak, Analyst bei der niederländischen Maklervereinigung, dass mittlerweile rund 15 % der Büroflächen nicht vermietet seien. Die Quote habe sich von 7 % im Jahr 2007 binnen weniger Jahre verdoppelt. Die Finanzkrise und die jetzige Eurokrise haben nach Angaben Baks Unternehmen und Banken veranlasst, weniger Flächen zu mieten bzw. ihre gemietete Fläche zu verringern. Die bereits bestehenden Missstände werden durch die Fertigstellung neuer Immobilien weiter befeuert. Während der Boomjahre des niederländischen Immobilienmarkts wurde (auch von Hollandfonds) der Bau einer Vielzahl neuer Gewerbeimmobilien in Auftrag gegeben. Diese neuen Immobilien wetteifern nun mit den bereits bestehenden Büro- und Gewerbeimmobilien um die zurückhaltender gewordenen Mieter.

Diese Entwicklungen haben auch Rückwirkungen für Anleger, die in Hollandfonds investierten. Zum einen können unvermietete Flächen in Fondsimmobilien keine Renditen erwirtschaften, zum anderen schwinden auch die Möglichkeiten, im Fall eines Falls die Fondsobjekte gewinnbringend zu veräußern. Gerade letzteres ist für Immobilienfonds, die sich ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten befinden und nun den Verkauf der Immobilien anstreben, ein nicht zu unterschätzendes Hindernis. Kann ein notleidender Fonds sein Engagement in den Niederlanden nur mit Verlusten beenden, wirkt sich dies auch auf die Anleger aus, die meist ebenfalls Verluste verzeichnen müssen.

Zwar ist nicht jeder Hollandfonds von der oben aufgezeigten Entwicklung betroffen, jedoch bedeutet die niederländische Immobilienblase gerade für jene Anleger Probleme, denen geschlossene Immobilienfonds mit niederländischen Immobilien als sichere Kapitalanlage oder gar als sichere Altersvorsorge angepriesen wurden. Gerät der Fonds in den Strudel der Immobilienblase, können die sicher geglaubten Ausschüttungen ausfallen oder – im schlimmsten Fall – kann der Hollandfonds sogar von der Insolvenz bedroht werden.

Gerichtsurteil: Geschlossene Immobilienfonds sind keine sichere Altersvorsorge

Die Probleme auf dem niederländischen Immobilienmarkt illustrieren ein weiteres Mal, dass geschlossene Immobilienfonds mit diversen Risiken versehen sind und somit für die sichere Altersvorsorge ungeeignet sind. Auch verschiedene Gerichte haben diese Auffassung in Urteilen vertreten, so auch das Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 23.12.2011 – 20 U 167/11). Das Oberlandesgericht entschied, dass einem Anleger, der eine Altersvorsorge sucht, keine Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds empfohlen werden dürfen.
Anleger, denen Hollandfonds oder andere geschlossene Immobilienfonds zur Altersvorsorge empfohlen wurden, sollten ihre Kapitalanlage rechtlich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht überprüfen lassen. Denn die Problematik in den Niederlanden zeigt, wie schnell auf eine vermeintlich sichere und rentable Kapitalanlage Probleme zukommen können. Wurden Anlegern geschlossenen Immobilienfonds für die Altersvorsorge empfohlen, wurden sie falsch beraten und können Schadensersatz fordern. Ein Fachanwalt kann die individuellen Schadensersatzansprüche ermitteln und durchsetzen.

Zu den Anbietern, die Hollandfonds anbieten gehören u.a.

  • Wölbern Invest (IFH geschlossene Immobilienfonds für Holland)
  • Lloyd Fonds AG
  • MPC (MPC Sachwerte Renditefonds Holland)
  • Hannover Leasing

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Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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