13.06.2016

Elbfonds Gruppe

Zahlreiche Umwälzungen haben die Elbfonds-Immobilienfonds im Jahr 2015 geprägt: Im April 2015 wurde – von Fachmedien aufmerksam begleitet – der Geschäftsführer der Fonds Direkt Invest Polen 2, Direkt Invest Polen 3, Direkt Invest Polen 5 und Direkt Invest Polen 7 abgesetzt. Seitdem beschäftigt die Anleger die Aufarbeitung der Vergangenheit der Fonds. Angesichts dieser ungewöhnlichen Entwicklung stellt sich für Anleger die Frage, ob sie Schadensersatz fordern können.

Welche Ansatzpunkte für Schadensersatz können bei den Elbfonds in Betracht kommen?

Zum einen können Fehlverhalten der Geschäftsführung ein Anknüpfungspunkt für Schadensersatzansprüche sein. Alternativ können Anleger bei Handlungsbedarf innerhalb der Gesellschaft auch ihre Gesellschafterrechte einsetzen, um ihre Ziele zu verfolgen.

Ein ganz anders gelagerter Ansatzpunkt für Schadensersatzansprüche ist die Berater- und Vermittlerhaftung. Wenn Anleger sich auf die Empfehlung eines Beraters verließen und dieser nicht ausreichend oder unzutreffend informierte, dann bestehen Schadensersatzansprüche.

Ein dritter, in der Praxis ebenfalls immer wieder wichtiger Ansatzpunkt sind Prospekthaftungsansprüche. Nach dem Bundesgerichtshof muss ein Prospekt den Anleger richtig und vollständig informieren. Tut er dies nicht, kommen Schadensersatzansprüche zum tragen. Dabei können Ansprüche gegen unterschiedliche Personen bestehen. In Betracht kommen Initiatoren, Gründungsgesellschafter, Hintermänner oder sonstige Garanten.