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Credit Suisse Life TIP III Germany – Anwälte informieren, Schadensersatzanspruch möglich

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Der von der Credit Suisse Life & Pensions AG aufgelegte Lebensversicherungsfonds Life TIP III Germany (Life Traded Insurance Portfolio Germany) verzeichnet seit geraumer Zeit nur noch erhebliche Verluste für seine Anleger. Hierbei investiert der Life TIP III Germany in gebrauchte britische Lebensversicherungen (TEPs - Traded Endowment Policies) und in gebrauchte US-amerikanische Risikolebensversicherungen (TSLIs – Traded Senior Life Interests), bei denen es sich um sogenannte „Whole-Life“-Versicherungen handelt. Der Anleger kann wählen, ob er sein Geld lieber in TEPs oder in TSLIs einbezahlen will.

Bei Lebensversicherungsfonds wie dem Life TIP III Germany investiert der Fonds in Versicherungspolicen, die der Versicherungsnehmer nicht mehr benötigt oder aufgrund der Prämienzahlung nicht mehr leisten kann, sodass er diese vor Ablauf der Zeit in Geld umwandeln möchte, indem er diese am Sekundärmarkt verkauft. Der Fonds, der diese Lebensversicherungen dann erwirbt (Life TIP III Germany), zahlt zunächst die Prämie weiter und erhält schließlich beim Tod des Versicherungsnehmers die gesamte Versicherungssumme ausbezahlt. Somit ist also zu erkennen, dass die möglichst genaue Schätzung der Lebensdauer der Versicherungsnehmer die Rendite von Lebensversicherungsfonds wie dem Life TIP III Germany erheblich beeinflusst: lebt der Versicherte länger als angenommen, so muss der Lebensversicherungsfonds Life TIP III Germany die Prämienzahlung länger als geplant leisten, hierdurch verringert sich die Rendite.

Dies wurde dem Life TIP III Germany, der zum Großteil auch in US-amerikanische Lebensversicherungen investierte, zum Verhängnis, weswegen ein erheblicher Wertverfall der Anteile des Life TIP III Germany eingetreten ist: die Versicherten starben nicht wie in den Lebensversicherungsgutachten angenommen, vielmehr haben diese eine höhere Lebenserwartung. Dies bedeutet, dass die Prämien viel länger als erwartet gezahlt werden müssen, sich die Rendite folglich erheblich schmälert und ein Großteil der Policen somit erst nach dem Ende der Fondslaufzeit fällig wird. Hierdurch wäre der Life TIP III Germany gezwungen, die Policen nach dem Ende seiner Laufzeit zu veräußern, wobei die Rendite des Life TIP III Germany stark von den Kaufpreisen für Policen am Markt abhängig wäre, welcher aber auf die gestiegenen Lebenserwartungen mit einem Preisverfall reagiert. Zusätzlich könnte es durch die späte Fälligkeit der Policen zu Liquiditätsproblemen des Life TIP III Germany kommen, da die Versicherungsprämien regelmäßig bedient werden müssen. Die Werteinbrüche des Life TIP III Germany folgt aber auch aus der Entwicklung der gebrauchten britischen TEPs, welche für das Jahr 2008 einen einstelligen Verlust aufzeigt.

Für viele Anleger des Life TIP III Germany bedeuten dies Verluste bis zur Hälfte ihres eingezahlten Kapitals, sodass es verständlich ist, dass diese über die Entwicklung des Life TIP III Germany sehr enttäuscht sind. Doch die Verluste müssen oftmals nicht einfach so hingenommen werden, vielmehr können gegen die Anlageberater und Banken Schadensersatzansprüche wegen einer fehlerhaften Anlageberatung geltend gemacht werden. Viele Anleger des Life TIP III Germany wurden in den Beratungsgesprächen wohl nicht auf die Besonderheiten der britischen und US-amerikanischen Lebensversicherungen, in die der Life TIP III Germany investierte, aufmerksam gemacht. Deshalb war vielen Anlegern des Life TIP III Germany auch nicht klar, dass sie mit dieser Investition nicht nur Gewinne, sondern auch erhebliche Verluste ihres Kapitals realisieren können. Aus diesem Grunde ist eine Empfehlung der Berater, dass die Anlage an dem Life TIP III Germany als zur Altersvorsorge geeignet ist, auch als Beratungsfehler anzusehen.

Weiterhin können Schadensersatzansprüche gegen Banken und Berater oftmals auch darauf gestützt werden, dass den Anlegern des Life TIP III Germany Kick-Backs verschwiegen wurden. Kick-Backs sind Rückvergütungen oder Provisionen, die die Banken für eine Vermittlung der Anteile von dem Fondsinitiator erhalten und über die nach der BGH-Rechtsprechung vollumfänglich aufgeklärt werden muss.

Anleger der Life TIP III Germany haben folglich gute Aussichten auf Erfolg einer Schadensersatzklage mit der sie 100 % ihres Geldes zzgl. Zinsen zurückerlangen können, sodass es sich lohnt eventuell bestehende Ansprüche von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.
 

Ihre Berater zu diesem Thema

Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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