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CFDs, Swaps und der Schweizer Franken – Kurssprung 2015

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Eine Entscheidung der Schweizer Notenbank zieht weitreichende Konsequenzen nach sich. Seit dem 15.01.2015 wird die langjährige Kursuntergrenzen von 1,20 CHF/Euro nicht mehr aufrechterhalten. Die Folgen dieser Entscheidung betreffen nicht nur die Schweizer Wirtschaft oder den Einkaufstourismus in grenznahen Regionen. Auch deutsche Kreditnehmer und Anleger müssen sich mit der grundlegend veränderten Situation auseinandersetzen.

Anleger
Das Hoch des Schweizer Franken beschäftigt auch Anleger. Manche Investoren sind unmittelbar betroffen – beispielsweise weil sich in ihren Depots Swaps, CFDs (Contract of difference, Differenzkontrakt) oder CCS (Cross Currency Swaps) befinden. Diese Kapitalanlagen finden sich nicht nur in den Depots von professionellen Großanlegern, sondern auch bei Privatkunden.

Diese Art von Finanzgeschäften war bereits vor dem Abrücken der Schweizer Notenbank von dem Mindestkurs der Gegenstand von Rechtsstreiten. So entschied der BGH am 20.01.2015 über Beratungspflichten einen Cross Currency Swap-Vertrag. In diesem Fall lehnte das Gericht den Schadensersatzanspruch des Kunden ab. Da Gerichtsentscheidungen jedoch nicht ohne Weiteres auf "alle" Verträge dieser Art übertragen werden können, bedeutet dies nicht, dass der Rechtsweg bei CCS-Verträgen künftig keine Erfolgsaussichten mehr bieten kann . Es kommt vielmehr auf den Einzelfall und den konkreten Vertrag an.

Wenn Privatkunden auf einen CFD setzten, der sich auf den Schweizer Franken bezog, dann konnte die geänderte Währungspolitik der eidgenössischen Notenbank zu einem Konto im Minus führen. Im ungünstigen Fall kann dies eine Nachschusspflicht nach sich ziehen. Wenn aufgrund dessen vom Broker entsprechende (Nachschuss-)Forderungen an Kunden herangetragen werden, sollten diese sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

Doch nicht nur auf Finanzprodukte, die direkt mit Währungsdifferenzen arbeiten, sind von den neuen Gegebenheiten betroffen. Das CHF-Kurshoch kann sich auch mittelbar bemerkbar machen. Im Bereich der geschlossenen Fonds gibt es nicht nur vereinzelte Immobilien- und auch Schiffsfonds, die über Fremdwährungskredite in Schweizer Franken verfügen.

Kreditnehmer
Schweizer-Franken-Kredite von deutschen Banken sind keine Ausnahmeerscheinungen. Zwar werden solche Kredite insbesondere von Banken und Sparkassen angeboten, die der Nähe der Schweizer Grenze ansässig sind. Jedoch hatten auch bundesweit vertretene Großbanken – wie etwa die Deutsche Bank – entsprechende Fremdwährungskredite im Angebot. Die CHF-Kredite wurden nicht nur von den vor Ort ansässigen Kunden aufgenommen. Die Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen bearbeiten Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet, in welchen von Kreditnehmer Schweizer Franken-Darlehen aufgenommen wurden.

Wenn Bankkunden nach dem Kurssprung von teureren Tilgungen oder Zinsen betroffen sind, dann kann sich sie für die Frage stellen, ob sie sich von ihren Krediten lösen können. Gerade bei Darlehensverträgen kommt dem Widerruf hierbei eine besondere Bedeutung zu. Teilweise wurden die Kredite von Beratern als Bestandteile von Kapitalanlagen oder zur Finanzierung von Kapitalanlagen empfohlen. In diesen Fällen muss auch die Kapitalanlage in die rechtliche Prüfung mit einbezogen werden.

Ihre Berater zu diesem Thema

Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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