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DB ImmoFlex DWS geschlossen, Anlegerschutz – Anwälte informieren über Handlungsmöglichkeiten der Anleger

Was ist der DWS db ImmoFlex?

Der DWS db ImmoFlex ist ein Dachfonds, der in offene Immobilienfonds investiert. Diese Zielobjekte des Dachfonds DWS db ImmoFlex stellen Wertpapiere im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar, gleichzeitig unterfallen sie auch als Immobilien-Sondervermögen und somit Investmentfonds dem Investmentgesetz. Vorteilhaft an einem Dachfonds wie dem DWS db ImmoFlex ist, dass das Geld der Anleger breit diversifiziert wird, da das Fondsvermögen in verschiedene offene Immobilienfonds angelegt wird. Dies bewirkt eine breite Streuung des Vermögens und vermindert somit das Risiko für den Anleger, gleichfalls aber auch die Rendite. Weiterhin vorteilhaft an Dachfonds wie dem DWS db ImmoFlex ist, dass Anleger bereits mit geringen Mitteln in die attraktive Assetklasse Immobilien investieren können. Die Rendite wird hierbei über die Investition in einzelne Immobilienfonds und deren Ausschüttungen erzielt. Die Zielfonds der Dachfonds wie dem DWS db ImmoFlex investieren hierbei meist in Büro- und Geschäftsimmobilien, wobei diese Immobilienfonds von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer Depotbank und der BaFin beaufsichtigt werden.

Immobilien Dachfonds wie der DWS db ImmoFlex bringen aber auch Kostennachteile mit sich, da Anleger sowohl das Management des Immobilien Dachfonds, als auch die Kosten der Immobilienfonds, in welche der Dachfonds investiert ist, finanzieren müssen. Dies vermindert die Rendite des Fonds entsprechend. Anzumerken ist aber noch, dass die Ausgabeaufschläge für Immobilien Dachfonds wie dem DWS db ImmoFlex meist nicht über denen der einzelnen Fonds liegen, oft auch darunter.

 

Vertrieb des DWS db ImmoFlex und Beratung der Anleger

Vertrieben wurde der DWS db ImmoFlex von Banken und freien Beratern. Hierbei waren Vergleiche der Banken und Berater mit einem Fest- oder Tagesgeld nicht selten, angepriesen wurde der DWS db ImmoFlex als äußerst sichere Anlagemöglichkeit, bei der das eingezahlte Geld jederzeit verfügbar ist. Verluste seien zudem durch die breite Streuung des Vermögens kaum denkbar, weswegen der DWS db ImmoFlex als geringe Risikoklasse von den Banken eingestuft wurde. Allerdings blieb auch der DWS db ImmoFlex von der Krise der offenen Immobilienfonds als Dachfonds nicht verschont: Am 16. Mai 2011 musste der DWS db ImmoFlex die Rücknahme der Anteilscheine aussetzen.

Grund für diese Schließung war – wie bei allen anderen offenen Immobilienfonds auch – dass die derzeitige Liquidität nicht ausreichte, um alle Rückgabewünsche bedienen zu können. Das Management des DWS db ImmoFlex teilte mit, dass bei weiteren Rückgaben der Fonds sonst gezwungen wäre, die Vermögensgegenstände mit nicht vertretbaren Abschlägen zu veräußern. Der DWS db ImmoFlex litt zuletzt unter erheblichen Mittelabflüssen, da er nur noch ca. 259 Mio. Euro in seine Fondsvermögen vereinigte, obwohl zu den besten Zeiten des DWS db ImmoFlex dieses auf rund 800 Mio. Euro angestiegen war.

Allerdings hat die Schließung des DWS db ImmoFlex keinen mehr so richtig überrumpelt, da in dem derzeit schwierigen Marktumfeld für offene Immobilienfonds ein Dominoeffekt für den Dachfonds zu erwarten war: der DWS db ImmoFlex war z.B. mit ca. 27,2 % seines Fondsvermögens an dem SEB Immoinvest und dem CS Euroreal beteiligt, welche erst kürzlich beide die Verlängerung der Schließungsphase für ein weiteres Jahr bekanntgaben. Auch an dem sich in Abwicklung befindenden Morgan Stanley P2 Value war der DWS db ImmoFlex mit rund 12 % seines Vermögens beteiligt. Hinzu kommt, dass der TMW Immobilien Weltfonds, an dem der DWS db ImmoFlex mit 12,5 % seines Vermögens beteiligt ist, nun auch abgewickelt werden muss. Folglich ist der DWS db ImmoFlex mit über 24 % seines Fondsvermögens an offenen Immobilienfonds beteiligt, die gerade abgewickelt werden! Zusätzlich ist hierbei ein Großteil des Fondsvermögens des DWS db ImmoFlex in offene Immobilienfonds investiert, die die Anteilrücknahme ausgesetzt haben. Unter diesen Umständen war es dem DWS db ImmoFlex als Dachfonds nicht weiter möglich, eine Schließung zu vermeiden.

Diese Aussetzung der Rücknahme der Anteilscheine bedeutet nun für die Anleger, dass sie derzeit nicht an ihr Geld aus dem DWS db ImmoFlex herankommen können und für die Zeit der Schließung also an diesen gebunden sind. Viele Anleger sind deshalb enttäuscht von ihrer so sicher geglaubten Anlage. Viele Kleinsparer haben einen Großteil ihres Vermögens in den DWS db ImmoFlex investiert und hoffen nun natürlich, dass dieser schnellstens wieder geöffnet wird. Sollte es im schlimmsten Fall sogar noch zu einer Abwicklung des DWS db ImmoFlex kommen, so wäre dies eine Katastrophe für die Anleger. Im Fall der Abwicklung des DWS db ImmoFlex würde es den Anlegern so ergehen, wie denen des Morgan Stanley P2 Value und des TMW Immobilien Weltfonds, welche bereits liquidiert werden: dann müsste der Fonds sein Immobilien-Vermögen innerhalb der Auflösungsfrist veräußern und die Anleger würden in Tranchen ausbezahlt werden. Wie viel Geld die Anleger des Morgan Stanley P2 Value und des TMW Immobilien Weltfonds letztendlich erhalten werden, steht dabei noch nicht fest. Zwar ist eine Abwicklung des DWS db ImmoFlex derzeit wohl eher unwahrscheinlich, allerdings kann in dem derzeitigen Markt offener Immobilienfonds nichts mit Gewissheit vorausgesagt werden.



Rechtliche Möglichkeiten – Haftung wegen Falschberatung

Wurden Anleger von ihren Banken und Anlageberatern nicht ordnungsgemäß anlage- und anlegergerecht über die Risiken des Dachfonds DWS db ImmoFlex beraten, so können Schadensersatzansprüche gegen diese bestehen. Hierbei teilt Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll von der Anlegerkanzlei Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit, dass „die meisten Anleger des DWS db ImmoFlex nur über die Vorteile der Anlage aufgeklärt wurden, nicht aber über die Risiken, welche meist unter den Tisch gekehrt wurden. Besonders herausgestellt wurde, dass der DWS db ImmoFlex absolut sicher sei.“ Dieses Verhalten der Banken und Berater stellt sich als Falschberatung dar. Zusätzlich hätten die Berater im Hinblick auf die seit geraumer Zeit bestehende Krise offener Immobilienfonds – angefangen mit der Immobilienkrise 2007 in den USA, fortgeführt durch die Weltwirtschaftskrise 2008 – den Anleger des DWS db ImmoFlex besser über die derzeitige Marktlage und die sich hieraus ergebenden Nachteile eingehen müssen. Selbst zu dieser Zeit wurden offene Immobilienfonds häufig noch als bestens geeignet zur Altersvorsorge empfohlen, was nach Ansicht von Dr. Ralf Stoll so aber nicht haltbar ist.

Ebenso war es Anlegern des DWS db ImmoFlex häufig nicht bewusst, dass der Dachfonds die Möglichkeit hat, die Rücknahme der Anteilscheine auszusetzen. Hierbei kann der DWS db ImmoFlex als Dachfonds sogar noch länger geschlossen bleiben als gewöhnliche offene Immobilienfonds, für die eine maximale Schließungsfrist von 2 Jahren besteht, da für diesen andere Regelungen gelten.

Weiterhin können Schadensersatzansprüche neben der fehlenden Risikoaufklärung auch dann entstehen, wenn Anleger des DWS db ImmoFlex nicht über Kick-Backs aufgeklärt wurden. Kick-Backs sind Rückvergütungen oder Provisionen, die die Banken für die Vermittlung der Anteile erhalten. Nach der Rechtsprechung des BGH müssen diese dem Anleger aber offengelegt werden, ist dies nicht geschehen, müssen diese wegen des gesamten Schadens aus der Anlage haften, sodass auch nach diesem Gesichtspunkt gute Aussichten auf Erfolg bestehen.

Vergleiche, Klage, Ombudsmannverfahren?

Wer den Weg der Klage zunächst scheut, der kann versuchen mit Hilfe eines im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwaltes einen außergerichtlichen Vergleich mit den beratenden Banken zu erzielen, wobei ein Großteil des Geldes zurückerhalten werden kann. Um den gesamten Schaden, also das gesamte eingezahlte Kapital abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen zurückzuerhalten ist es aber notwendig, eine Schadensersatzklage zu erheben. Hierbei muss aber immer der Einzelfall geprüft werden, da keine Sammelklage wie in den USA erhoben werden kann; diese rechtliche Gestaltungsmöglichkeit ist in Deutschland nicht vorgesehen. Schließlich bietet sich noch die Möglichkeit für nichtrechtsschutzversicherte Anleger ein Ombudsmannverfahren einzuleiten. Hierdurch kann die Hemmung der Verjährung der Ansprüche erreicht werden.

 

Verjährung

Anleger des DWS db ImmoFlex sollten allerdings nicht länger mit der Geltendmachung ihrer Ansprüche warten, sondern schnellstens handeln, da ihre Ansprüche jederzeit verjähren können. Für Ansprüche der Anleger, die ihre Anteile an dem DWS db ImmoFlex vor 2009 erworben haben, gilt § 37a WpHG, der eine Verjährungsfrist von 3 Jahren ab dem Erwerb der Anteile an dem Dachfonds DWS db ImmoFlex vorschreibt. Allerdings ist nach diesen 3 Jahren nicht Schluss, vielmehr können auch danach noch Ansprüche erhoben werden, vor allem wenn dem Anleger des DWS db ImmoFlex Kick-Backs verschwiegen wurden. Sinnvoll ist es also die Ansprüche von einem im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen, sodass dieser feststellen kann, ob die Ansprüche auch noch nach 3 Jahren mit Erfolg durchgesetzt werden können.

(Stand: 11.07.2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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