WealthCap Life Britannia (HVBFF Life Britannia) und WealthCap Life USA (HVBFF Life USA)
Die oben genannten Fonds wurden alle zwischen 2003 und 2010 emittiert. Allerdings befinden sich einige derzeit etwas in einer wirtschaftlichen Schieflage, da die britischen Lebensversicherungsfonds HVBFF Life Britannia 1 und WealthCap Life Britannia 2 noch mit den Nachwirkungen der Finanzkrise 2008 zu kämpfen haben, während die amerikanischen Fonds HVBFF Life USA 1 und HVBFF Life USA 2 aufgrund falscher Sterblichkeitsberechnungen nur eine mangelnde Liquidität und nicht prospektgemäße Ausschüttungen vorweisen können.
Aktuell fällige Policen der HVBFF Life Britannia 1 und WealthCap Life Britannia 2 konnten sich noch nicht von der Finanzkrise erholen, weshalb sich deren Wert unter dem prospektierten befindet. Die Fondsgesellschaft weist die Anleger zudem schon jetzt daraufhin, dass die Prospektprognosen für die HVBFF Life Britannia 1 und WealthCap Life Britannia 2 bis zum Fondslaufzeitende wohl nicht erreicht werden können.
Bei den HVBFF Life USA 1 und HVBFF Life USA 2 bleiben die Ausschüttungen hinter den prospektieren zurück, da aufgrund der längeren Lebenserwartung der US-Bürger die Prämien für die Policen über einen längeren Zeitraum bezahlt werden müssen und die Ablaufleistungen, die mit dem Tod des Versicherten fällig werden, demnach auch erst später als prospektiert ausbezahlt werden.
Anlegern der geschlossenen Fonds von WealthCap könnte also sogar der Kapitalverlust drohen. Um diesem vorzubeugen kann es für die Anleger des HVBFF Life Britannia 1, WealthCap Life Britannia 2, HVBFF Life USA 1, HVBFF Life USA 2, WealthCap Life USA 3 und WealthCap Life USA 4 sinnvoll sein, sich über die vorzeitige Beendigung ihrer Kapitalanlage von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten zu lassen. Eine solche kann über einen Schadensersatzanspruch der Anleger erreicht werden, welcher besteht, wenn Anleger bei Beteiligungserwerb falsch beraten wurden, ihnen also z.B. wesentliche Risiken der Lebensversicherungsfonds oder Kick-Back-Zahlungen verschwiegen wurden.
Autor: Dr. Ralf Stoll


