Proven Oil Canada (POC)

Proven Oil Canada - Fachanwälte vertreten Anleger

AKTUELL – 02.11.2015 - COGI und Conserve Oil Group nun im Insolvenzverfahren, Anleger sind nicht verantwortlich

Das CCAA-Verfahren  der COGI L.P. ist gescheitert. Das Gericht in Alberta erachtete die Sanierung als fehlgeschlagen und verlängerte nicht – wie von der COGI gefordert – das CCAA-Verfahren. Als Folge ordnete das Gericht das „reguläre Insolvenzverfahren“ nach dem kanadischen Bankruptcy and Insolvency Act an.

Conserve Oil Group auch im Insolvenzverfahren

Das siebenseitige Schreiben des Gerichts vom 23.10.2015 enthält weitere unerfreuliche Neuigkeiten: Es geht nicht mehr „nur“ um Zahlungsfähigkeit der COGI L.P. (Canadian Oil & Gas International L.P). Auch bei der Conserve Oil Group Inc. wurde das Insolvenzverfahren nach dem Bankruptcy and Insolvency Act angeordnet.

Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet, weil die ATB Alberta Treasury Branches,  ein Kreditgeber der COGI dies beantragt. Auf S. 5 des Gerichtsschreiben verbergen sich eine brisante Information:

despite being given ample time to develop a Plan in the Course of the CCAA proceedings, COGI and the GP have failed to do so“.

Einige Sätze später heißt es:

Conserve has not provided ATB with sufficient information, including cash flow and financial information, to demonstrate why it should remain outside of formal insolvency proceedings. In addition, ATB understands that the Monitor cannot get a complete financial picture of the financial circumstances of COGI and the GP until it has access to certain information from Conserve.“

Aus Sicht des Kreditgeber ATB ließen nicht nur die Sanierungspläne zu lange auf sich warten. Weder die COGI noch die Conserve Oil Group haben ausreichende Informationen zu den finanziellen Verhältnissen geliefert. Und auch die das CCAA-Verfahren betreuende MNP soll nicht im Stande gewesen sein, einen vollständigen Überblick über die Finanzlage der COGI und der Conserve Oil Group zu liefern. Dies liege daran, dass die Conserve Oil Group bestimmte Informationen nicht erteilt habe.

Was bedeutet das Insolvenzverfahren der COGI und der Conserve Oil für die Fondsanleger in Deutschland?

Die wichtigste Nachricht für die Fondsanleger ist, dass die Insolvenzverfahren der COGI und der Conserve Oil Group auf Antrag der ATB wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft gestartet wurden. Der Start des Insolvenzverfahrens ist also nicht auf die noch fehlenden Rückzahlungen von Ausschüttungen zurückzuführen.

Doch trotz dieser "Entwarnung" sollten Fondsanleger zwei sehr wichtige Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wegen der sehr kritischen Lage bei POC, COGI und Conserve Oil soll eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen werden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer arbeitet mit der von engagierten Anlegern gegründeten IG POC zusammen. Auch die Rückforderung von Ausschüttungen durch die deutschen POC-Gesellschaften ist noch nicht ad acta gelegt. Die Fachanwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer haben die Rechtslage wegen der Rückforderungen für die Anleger geprüft - mit durchaus ermutigenden Ergebnissen.

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Die Ende Oktober 2015 gestarteten Insolvenzverfahren der COGI L.P und der Conserve Oil Group sind nicht die ersten Ereignisse, die die POC-Anleger in Atem hielten. Anfang September 2015 wurden in Berlin sehr kontroverse und intentsiv diskutierte Gesellschafterversammlungen abgehalten.

Zusammenfassung der Abstimmungsergebnisse der außerordentlichen Gesellschafterversammlungen von Fonds der Proven Oil Canada am 01.09.2015 bis 03.09.2015:

Zuerst am 01.09.2015 wurde bei dem Fonds POC Eins abgestimmt. Eine Mehrheit der Anleger stimmte gegen ein Darlehen aus den zurückgezahlten Ausschüttungen und die Gewährung eines weiteren Darlehens an die COGI. Bei dem Fonds POC Zwei endete die Gesellschafterversammlung mit einem abweichenden Ergebnis. Dort stimmten die Anleger der Beschlussvorschlag zu, dass die zurückgezahlten Ausschüttungen an als Darlehen an die COGI weitergereicht werden sollen. Die Gewährung eines weiteren Darlehens lehnte jedoch auch die Anleger dieses Fonds ab.

Am 02.09.2015 werden die außerordentlichen Gesellschafterversammlungen für die Fonds POC Growth und POC Growth 2 durchgeführt. Bei dem Fonds POC Growth entschieden die Anleger am Vormittag, dass die zurückgeforderten Ausschüttungen der COGI L.P. als Darlehen überlassen werden sollen. Ein zusätzliches Anlegerdarlehen (TOP 6) lehnte auch die Anleger dieses Fonds ab. Am Ende einer ereignisreichen Veranstaltung lehnten die Anleger des Fonds POC Growth 2 sowohl die Weitergabe der zurückgezahlten Ausschüttungen als auch die Gewährung eines neuen Darlehens ab.

Am 03.09.2015 folgen die Gesellschafterversammlungen für die Fonds POC Growth 3 und POC Natural Gas. Bei dem Fonds POC Growth 3 Plus stimmten die Anleger für eine Weitergabe der zurückgezahlten Ausschüttungen an die COGI und gegen ein zusätzliches Darlehen durch die Anleger. Bei dem Fonds POC Natural Gas entschieden sich die Anleger für einen darlehensweise Weitergabe der Ausschüttungen.

TOP 5 - Beschlussfassung über die Darlehensgewährung an die COGI LP aus Mitteln der Rückzahlungen der Gesellschafter

  • POC Eins GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Zwei GmbH & Co. KG: Ja
  • POC Growth GmbH & Co. KG: Ja
  • POC Growth 2. GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG: Ja
  • POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG: Ja

TOP 6 - Beschlussfassung über die weitere Darlehensaufnahme und weitere Darlehensgewährung an die COGI LP

  • POC Eins GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Zwei GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Growth GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Growth 2. GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG: Nein
  • POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG: Ja

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AKTUELL – 02.09.2015 – Gesellschafterversammlungen in Berlin: COGI bereits im Insolvenzplanverfahren

Am 01.09.2015 fand in Berlin die Informationsveranstaltungen und die außerordentlichen Gesellschafterversammlungen für die Fonds POC Eins GmbH & Co. KG und POC Zwei GmbH statt. Heute am 02.09.2015 finden die Gesellschafterversammlungen bei den Fonds POC Growth und POC Growth 2 statt. Die Anleger der sechs von der Krise der COGI betroffenen POC-Fonds hatten sich bereits zuvor auf bittere Nachrichten eingestellt. Doch bereits am ersten Tag sind die Schreckensmeldungen für die Anleger deutlich schlimmer als befürchtet.

Wir haben die Infoveranstaltung und die Gesellschafterversammlung in Berlin besucht. Zuerst standen die Versammlungen des Fonds POC Eins an. Die Fondsgesellschaft berichtete über die desaströse Lage des Fonds. Die COGI L.P. hat bereits am 25.08.2015 in Kanada das sogenannte CCAA-Verfahren (CCAA = Companies' Creditors Arrangement Act) beantragt. Dieses Verfahren ähnelt dem deutschen Insolvenzplanverfahren. Damit sollte erreicht werden, dass die finanzierende Bank zunächst die Assets nicht verschleudern kann. Am 28.08.2015 genehmigte das kanadische Gericht das CCAA-Verfahren. Die Geschäftsführerin des Fonds, Frau Galba, teilte mit, dass das CCAA-Verfahren nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Anleger sich bereit erklären, die zurückgezahlten Ausschüttungen als Darlehen an die COGI zu gewähren. Entscheiden sich die Anleger dagegen, wird eine Insolvenz des Fonds drohen.

Frau Galba verwies darauf, dass dann ein Totalverlust für die Anleger eintreten kann.

Leider sind diese Aussagen nicht nachprüfbar, da die Fondsgesellschaft unter Führung von Frau Galba kaum konkrete Angaben machte. Trotz heftiger Kritik von den anwesenden Anlegern sah sich Frau Galba nicht dazu veranlasst, die offenen Fragen ordentlich zu beantworten und belastbare Zahlen zu liefern. Die gelieferten Informationen waren an Mickrigkeit kaum zu überbieten. Die Jahresabschlüsse 2013 und 2014 liegen ebenfalls nicht vor. Die Auswirkungen der Insolvenz der COGI werden nicht nur die Anleger der Fonds POC Eins und POC Zwei treffen, sondern auch die Anleger der Fonds POC Growth, POC Growth 2, POC Growth 3 plus und POC Natural Gas.

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AKTUELL: 20.08.2015 – Einladungen zu den außerordentlichen Gesellschafterversammlungen, Stellungnahme zu den Schreiben der POC Energy Solutions GmbH

Wenige Tage vor den außerordentlichen Gesellschafterversammlungen erhalten die Anleger die Einladungen und die Tagesordnung. Den Einladungen war auch eine Information zur Herausgabe von Gesellschafteradressen beigefügt, die sich mit anwaltlich vertretenen Anlegern befasst. Da die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer auch zahlreiche Anleger der insgesamt acht Fonds von POC Proven Oil Canada vertritt, möchten wir an dieser Stelle Stellung beziehen.  

Wir haben – wie auch andere Anwaltskanzleien – für Mandanten, die an einem Zusammenschluss und einem Austausch mit anderen Anlegern interessiert sind, Auskunftsansprüche geltend gemacht. Dieses Vorgehen ist eine Reaktion auf die Schreiben von Anfang Juli 2015. Nachdem Anleger diese Schreiben erhalten hatten, hatten sie sich mit einem entsprechenden Anliegen an uns gewandt. Da die Gesellschafterversammlung(en) unmittelbar bevorstehen, haben verschiedene Mandanten sich entschieden, um einstweiligen Rechtsschutz bei Gericht nachzusuchen. Über die Anträge von verschiedenen von unserer Kanzlei vertreten Anleger hat das Amtsgericht Hamburg zu Gunsten der Anleger entschieden.

Wir vertreten die Interessen unserer Mandanten gegenüber den POC-Fonds. Hierzu aktuell die rechtliche Beratung hinsichtlich der Rückforderungen und die Vertretung auf den anstehenden Gesellschafterversammlungen.

Dass Anwälte damit Geld verdienen, dass sie die Interessen von Mandanten vertreten, ist kein Geheimnis. Die in dem Schreiben angesprochene Medienberichterstattung deckt das gesamte Meinungsspektrum ab – es gibt im Übrigen auch kritische Berichterstattung über die POC-Fonds. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung.

In dem Schreiben der POC Energy Solutions GmbH wird mitgeteilt, dass die Fonds gravierende datenschutzrechtliche Bedenken hätten. Hierzu möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Rechtsprechung sich bereits wiederholt mit diesem Argument befasst hat. Der Bundesgerichtshof hat sich hiermit bereits im Jahr 2013 auseinandergesetzt (hier finden Sie die Pressemitteilung zu den Urteilen). Der Datenschutz steht einer Auskunft von Anlegerdaten an Mitanleger nicht entgegen, wenn die Datenschutzgesetze eingehalten werden und keine missbräuchliche Verwendung der Daten beabsichtigt ist. In diesen Entscheidungen wurde betont, dass das Recht, seine Mitgesellschafter zu kennen, nicht durch Vertragsklauseln beschnitten werden kann. „Innerhalb“ des Fonds dürfen die Anleger wissen, wer die Mitanleger sind – es geht also nicht darum dass jeder Außenstehende zukünftig wissen darf, wer wo investiert hat.

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Zwei Gesellschafterversammlungen im September und Oktober 2015

Anfang September will das Fondsmanagement weitere Informationen während dreier außerordentlicher Versammlungen liefern. Die außerordentlichen Gesellschafterversammlungen im September sind aber nicht identisch mit den ordentlichen Gesellschafterversammlungen, die am 07.10 und 08.10.2015 in Berlin durchgeführt werden sollen.

Die Einladungen für diese Präsenzveranstaltungen werden erst nach der Ferienzeit im September 2015 versandt. Angesichts der unerwarteten Entwicklung der allerjüngsten Vergangenheit haben uns Anleger signalisiert, dass sie Diskussionsbedarf haben. Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer werden für Anleger an diesen Veranstaltungen teilnehmen.

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POC-Fonds:  Proven Oil Canada-Anleger sollen Ausschüttungen zurückzahlen

Proven Oil Canada hat in der Vergangenheit mehrere Erdöl- und Energiefonds aufgelegt. Nach anfänglich guter Entwicklung haben Anlieger nun Grund zur Sorge. Sie werden derzeit aufgefordert, erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen, um so wirtschaftlichen Problemen der Anlagen in Kanada entgegen zu wirken. Die kanadische Bank will die bestehenden Verbindlichkeiten der COGI  ausbezahlt bekommen, dazu ist der kanadische Vertreter der POC-Fonds aber wohl nicht in der Lage.

Die Bewertung ist nicht einfach: Eine Fondsgesellschaft darf entnommenes Kapital wieder zurückfordern, wenn es die wirtschaftliche Situation erfordert. Der BGH hat dazu bereits im Jahr 2013 in zwei Urteilen (II ZR 73/11 &  II ZR 74/11) deutlich Stellung bezogen und entschieden, dass die Rückforderung von Ausschüttungen nicht ohne weiteres möglich ist. Dr. Ralf Stoll: "Um das richtig bewerten zu können ist eine komplette und umfassende Analyse der jeweiligen Vertragstexte notwendig!" Bei den Fonds von Proven Oil Canada unterscheiden sich die Vertragstexte einzelner Fonds gerade bei den Regelungen zu den Ausschüttungen mit erheblichen Folgen für die aktuellen Forderungen.

Beim POC Natural Gas 1 wird den Anlegern ausführlich die Auffassung der POC-Fonds mitgeteilt, dass es sich um ein rechtsprechungskonformes Vorgehen handelt. Aber selbst wenn sich entsprechende Regelungen in den Vertragstexten befinden,  steht damit noch nicht fest, dass diese Anforderungen erfüllt sind

Bei anderen Fonds - wie dem POC Growth 2 - wird den Anlegern nur mitgeteilt, dass sie "nach den Bestimmungen der Satzung" zur Rückzahlung der Ausschüttung verpflichtet seien. 

Neben den Rückforderungen müssen sich die Anleger aktuell auch mit zwei Abstimmungsvorschlägen auseinandersetzen. Sie sollen entscheiden, wie der weitere Finanzbedarf der COGI bezahlt werden soll. Den Anlegern werden hierzu zwei Alternativen vorgestellt: Ein Verkauf von Öl- oder Gasquellen oder ein Gesellschafterdarlehen. Die beiden Alternativen werden in den Schreiben der Fondsgesellschaften nur in einigen Sätzen mehr als knapp umrissen. Einige grundlegenden Informationen, die für die Entscheidung relevant sind, lassen sich den Schreiben jedoch nicht entnehmen (Mindestbedingungen, Rückzahlungsmodalitäten). Andere Finanzierungsmöglichkeiten werden in den Begleitschreiben zwar angesprochen, aber die Fondsgesellschaften reduzieren die Auswahlmöglichkeiten auf zwei Vorschläge. Die Entscheidung, welchen dieser Vorschläge der "bessere" ist, müssen die Anleger selbst treffen. Die Entscheidung ist angesichts der angebotenen Informationen aber sehr schwierig.

Verschiedene grundlegende Informationen rund um das Thema Rückforderung von Ausschüttungen haben wir hier in unserem Lexikon zusammengestellt.

Allgemeine Informationen zu POC-Fonds

Seit dem Jahr 2008 bringt der Fondsanbieter POC Proven Oil Canada geschlossene Beteiligungen auf den Markt. Das Emissionshaus hat sich auf Kapitalanlagen im Bereich der Ölförderung und -verwertung in Kanada spezialisiert. Mittlerweile brachte der Fondsanbieter auch Beteiligungen heraus, die nicht oder nicht nur in das namensgebende Erdöl investieren, sondern auch in andere Energieträger oder auch Industriegrundstücke. Jedoch investieren die Fonds nicht direkt in bestimmte Ölquellen oder ähnliches. Die Gelder gehen an eine kanadische Gesellschaft (Conserve Oil POC First Limited Partnership), die ihrerseits Investments vornimmt.

Folgende Fonds wurden von der POC Energy Solutions GmbH bislang aufgelegt:

Risiken Ihrer Fondsanlage

Vielen Anlegern ist nicht bewusst, dass die Investition in geschlossene Fonds erhebliche Risiken mit sich bringt, weil sie darüber beim Beratungsgespräch nicht aufgeklärt wurden. Bei der Investition in einen geschlossenen Fonds handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung. Es bestehen daher grundsätzlich die folgenden Risiken:

  • Totalverlustrisiko, d.h. der Anleger kann seine gesamte Einlage verlieren.
  • Weiche Kosten: viel Geld fließt überhaupt nicht in die Anlage, sondern in den Vertrieb (Provisionen) oder in die Verwaltung des Fonds, so dass dem Fonds nicht das gesamt vom Anleger eingezahlte Kapital zur Verfügung steht.
  • Risiko, dass Ausschüttungen zurückbezahlt werden müssen: in den meisten Fällen sind die Ausschüttungen an die Anleger nicht durch Gewinne gedeckt und stellen die Rückzahlung der Einlage dar, die dann unter bestimmten Voraussetzungen nach § 172 Abs. 4 HGB zurückgefordert werden können.
  • Mangelnde Fungibilität, d.h. die Anteile können nur schwer verkauft werden über den Zweitmarkt und dabei sehr oft nur mit erheblichen Verlusten, was sehr nachteilig ist, wenn das Geld dringend benötigt wird.
  • Steuerliche Bewertungen können sich ändern.
  • Mögliche Nachschusspflichten, wenn dies im Gesellschaftsvertrag geregelt ist.
  • Fremdfinanzierungsrisiko: viele Fonds nehmen hohe Kredite auf, um das Eigenkapital der Anleger zu hebeln. In Krisensituationen sind die Kreditgeber dann bevorzugt zu bedienen, was oft dazu führt, dass die Anleger in der Insolvenz leer ausgehen.
  • Zahlreiche weitere Risiken.

Wie können wir Ihnen helfen?

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts eine der führenden Kanzleien in Deutschland und vertritt seit Jahren mit zahlreichen Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht und einem Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und einem Insolvenzverwalter erfolgreich geschädigte Kapitalanleger. Es konnten mehrere tausend Verfahren gerichtlich und außergerichtlich erfolgreich für die Anleger abgeschlossen und dabei Millionenbeträge verloren geglaubten Kapitals der Anleger zurückgeholt werden.

Wir als Spezialisten im Kapitalanlage- und Gesellschaftsrecht helfen Ihnen: Sind Sie verunsichert, ob Ihre Beteiligung an POC-Fonds die richtige Anlage für Sie ist und befürchten Sie, durch die Anlage Geld zu verlieren? Dann wenden Sie sich zur kostenlosen Erstberatung durch einen Fachanwalt an uns. Bitte nutzen Sie dazu das Formular rechts.

Ihre Möglichkeiten

Unsere Erfahrung aus der erfolgreichen Beratung und Vertretung tausender geschädigter Kapitalanleger bei geschlossenen Fonds, Anleihen, Zertifikaten, Wertpapieren und sonstigen Kapitalanlagen zeigt, dass den meisten Anlegern, die sich an uns wenden erfolgversprechend geholfen werden kann. Die überwiegende Anzahl dieser Anleger wurden falsch informiert, weshalb ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

Vorgehen gegen Banken/freie Berater

Banken und Berater sind im Rahmen des Beratungsgesprächs verpflichtet, den Anleger anlage- und anlegergerecht aufzuklären. Dies bedeutet, dass der Anleger über die Risiken der Anlage aufgeklärt werden muss und dass die Anlage zu seinen Vorgaben und Lebensverhältnissen passen muss. Bei geschlossenen Fonds handelt es sich um unternehmerische Beteiligung, mit ganz erheblichen Risiken. Da die Anleger ihr gesamtes Geld verlieren können, ist ein geschlossener Fonds nicht zur Altersvorsorge geeignet. Banken müssen zusätzlich über erhaltene Provisionen (Kick-Backs / Rückvergütungen) aufklären, die sich durch die Vermittlung des Fonds erhalten haben.

Bei der Beratung tausender Fondsanleger hat sich gezeigt, dass nur äußerst selten ein Anleger richtig beraten wurde. In den allermeisten Fällen wurden Anleger nicht hinreichend informiert über die bestehenden Risiken. Bankkunden wurden meist nicht auf die geflossenen Provisionen hingewiesen.

Wurden Anleger nicht hinreichend beraten, stehen ihnen Schadensersatzansprüche zu, mit denen sie sich vollständig von der Anlage lösen können und das eingezahlte Geld inklusive Agio zurückerhalten.

Prospekthaftung

Wir haben sehr viel Erfahrung mit der Beurteilung von Prospekten und arbeiten insoweit mit sehr renommierten Prospektgutachtern zusammen. In vielen Prospekten finden sich Fehler oder Ungenauigkeiten. Nach dem Bundesgerichtshof muss ein Prospekt den Anleger richtig und vollständig informieren. Tut er dies nicht, kommen Schadensersatzansprüche zum tragen. Dabei können Ansprüche gegen unterschiedliche Personen bestehen. In Betracht kommen Initiatoren, Gründungsgesellschafter, Hintermänner oder sonstige Garanten. Aber auch die beratende Bank kann für den Inhalt haften, wenn sie sich des Prospekts zur Beratung bedient hat. Wichtig ist dabei, dass dem Anleger der Prospekt nicht überlassen worden sein muss, wie es leider meistens der Fall ist.

Einwirken auf die Gesellschaft

Manche Anleger sind mit der Beratung der Bank/ des freien Beraters zufrieden und wollen keinen Schadensersatz geltend machen. Stattdessen wollen sie auf die Gesellschaft und die Geschäftsführung des Fonds einwirken. Gerade bei den Fonds der Proven Oil Canada wird uns von den Anleger mitgeteilgt, dass erheblicher Diskussionsbedarf besteht.

Wir haben uns entschieden, dass die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer bei der im Oktober 2015 anstehenden Gesellschafterversammlung für Anleger tätig werden wird.

Als Gesellschafter haben die Anleger z.B. die folgenden Rechte:

  • Zustimmungspflichten der Kommanditisten bei Geschäften, die über den gewöhnlichen Bereich hinausgehen (164, 170 HGB) insbesondere Grundlagengeschäfte (Kern der Gesellschaft betreffende Geschäfte)
  • Kontroll- und Informationsrechte (166 HGB) = Abschrift Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. Lagebericht) und Prüfung dessen Richtigkeit unter Einsicht der Bücher zu prüfen.
  • Auswahl des Abschlussprüfer (§ 318 HGB)
  • Außerordentliches Überwachungsrecht wenn wichtige Gründe vorliegen (166 Abs. 3 HGB). Dies ist dann gegeben, wenn besonderer Gefährdungstatbestand vorliegt; also hohe Steuernachforderung, Steuerstrafverfahren, Insolvenzantrag.

Interessengemeinschaften für alle Fonds von Proven Oil Canada im Entstehen

Viele Anleger geschlossener Beteiligungen äußern den Wunsch, sich mit anderen Mitanlegern auszutauschen und sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschließen. Eine solche Interessengemeinschaft hat zahlreiche Vorteile. Für gesellschaftsrechtliche Fragestellungen wie die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung oder die Abberufung der Geschäftsführung sind zahlreiche Anlegerstimmen notwendig. Ein einzelner Anleger kann wirksam seine Gesellschafterrechte nur ausüben, wenn andere Anleger ihn unterstützen. Viele sind schlagkräftiger als der Einzelne!

Der Bundesgerichtshof hat daher in den Jahren 2013 und in zahlreichen Urteilen jedem Anleger das Recht zuerkannt, die Namen und Adressen seiner Mitanleger von der Fondsgesellschaft oder der Treuhänderin zu erhalten. Dadurch ist jeder Anleger in der Lage, in Kontakt mit seinen Mitanlegern zu treten, um wirksam seine Rechte als Gesellschafter wahrnehmen zu können.

Wir unterstützen Sie bei der Gründung von Interessengemeinschaften und dem Austausch der Anleger untereinander. Wegen der aktuellen Ereignisse bei den sechs der acht Fonds von Proven Oil Canada haben uns zahlreiche Anleger aller POC Fonds mitgeteilt, dass sie an dem Entstehen einer Interessengemeinschaft interessiert sind. Wenn Sie als betroffener Anleger sich ebenfalls engagieren möchten, sprechen Sie uns bitte an.

Weitere Informationen zum Thema

Datum: 20. Aug. 2015
Verwandte Inhalte: Autor: Dr. Ralf Stoll, Ralph Sauer